So klingt Freundschaft: Musikalische Tradition an der Oder
Willkommen in unserem Rückblick auf viele Jahre musikalische Festival-Tradition an der Oder. 2011 finden die Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder bereits zum 46. Mal statt. Hervorgegangen aus den »Frankfurter Festtagen der Musik«, bringt seit 1994 die enge Zusammenarbeit mit den Internationalen Musikbegegnungen »Ost-West« in Zielona Góra ein eigenständiges Festival hervor, das in seiner musikalischen und tatsächlichen Grenzenlosigkeit wohl einzigartig ist. Egal, ob unter dem Motto »Traumwelten« wie im Jahr 2010, »Wanderungen« (2009), »Legenden - Zauber im musikalischen Gewand« (2008) oder die Jahre 2007, 2006 und 2005 – die musikalischen Erlebnisse über den ehemals trennenden Oderfluss hinweg an traditionsreichen Orten wie Zielona Góra oder Eisenhüttenstadt vereinen Menschen und Musikliebhaber. Damit sind unsere Festtage nicht nur lebendige Kunst und Gelegenheit zur Begegnung, sondern auch Zeugnis eines gelebten Europagedankens.
Zum Programm der aktuellen Musikfesttage an der Oder 2012…
2011: »Die Musik ist die Wurzel aller Künste«
Die Musikfesttage 2011 widmen sich zum Gedenken an den 200. Todestag von Heinrich von Kleist mit einem besonderen Programm diesem, neben Carl Philipp Emanuel Bach zweiten großen, Künstler-Sohn der Region. Das Festivalmotto »Die Musik ist die Wurzel aller Künste« - ein Zitat nach Heinrich von Kleist, entnommen einem Briefwechsel mit seiner Cousine Marie aus dem Jahr 1811 - vereint die emotionale Kraft der Musik mit der schöpferischen Tiefe der in Kleists Werken angelegten musikalischen Intensität.Egal, ob Sie der zauberhaften Eleganz eines Musikballetts erliegen, grandioser Chormusik lauschen oder große und kleine Orchesterensembles nicht nur beim internationalen Konzertaustausch erleben - genießen Sie wunderbare musikalische Entdeckungen während der zehn Festivaltage!
2010: Traumwelten
»Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.«
Träumen, schwelgen oder einfach nur zuhören – in »Traumwelten/Wymarzony Świat« entführten die Musikfesttage 2010. Hochklassige Programmpunkte von Bach über Chopin bis Schönberg und Philip Glass zeigten etliche künstlerische Fantasiegebilde. Ein besonderer Schwerpunkt waren Veranstaltungen zum 200. Geburtstag Frédéric Chopins. Dessen emotionsgeladene Klavierkunst wurde dem bahnbrechenden Spätwerk Carl Philipp Emanuel Bachs gegenüber gestellt, dem Frankfurt (Oder) eng verbundenen anderen großen Magier der Gefühlsklaviatur.
2009: Wanderungen
»Ein frei denkender Mensch bleibt nicht da stehen, wo der Zufall ihn hinstößt.« Dieses Zitat Heinrich von Kleists, geboren in Frankfurt (Oder), war Sinnbild der Musikfesttage 2009: Ähnlich der Figur des romantischen Wanderers, der sich hungrig auf die Sinn- und Erlebnissuche macht, zeichnete das Programm mit sinfonischen Konzerten, Tanztheater-, Kammermusik-, Jazz- und Chorabenden musikalische Bewegungslinien durch unterschiedlichste Stilrichtungen klassischer und populärer Musik nach und begab sich auf eine Entdeckungsreise, eine Wanderung, über Grenzen hinweg.
2008: Legenden – Zauber in musikalischem Gewand
»Legenden« – mit diesem Motto der Musikfesttage 2008 richteten wir unsere Aufmerksamkeit auf große Überlieferungen, Grenzerfahrungen und Fragen des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens.
Herausragende Künstler beiderseits der Oder und Stars internationaler Bühnen präsentierten bei den deutsch-polnischen Musikfesttagen 2008 Legenden aus klassischer und aktueller Musik zu Schauspiel, Literatur, Tanz und Film.
Vor allem aber hinterließen diese Künstler Klänge, denen ein Zauber innewohnt, der das Alltägliche zum Besonderen und das Flüchtige zum Unvergesslichen macht. Durch diesen Zauber entstehen Legenden.
2007: Altes im Neuen – Neues im Alten
Zahlreiche Werke der klassischen Musik waren ihrer Zeit voraus. Zukunftsweisende Musik begegnet uns allenthalben, zeitgenössische Künstler greifen Elemente früherer Kompositionen auf. Das Motto der Festtage 2007 brachte auf den Punkt, dass man richtig Musik verstehen kann, indem man ihre Wurzeln kennenlernt.
Im Eröffnungskonzert wurden die beiden Festivalorchester, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt und das Sinfonieorchester der Philharmonie »Tadeusz Baird« Zielona Góra mit der Singakademie Frankfurt (Oder) zu einem gewaltigen Klangkörper zusammengeführt, um Altes in neuem Klang und zeitgenössische Kompositionen in alter Harmonie aufzuführen.
2006: Schumann und Chopin – eine musikalische Freundschaft
Ganz im Zeichen der Freundschaft standen die Musikfesttage 2006. Zum 41. Mal kamen deutsche, polnische und osteuropäische Musiker in Städten beiderseits der Oder zusammen, um miteinander klassische und zeitgenössische Klangkunst zu feiern.
Renommierte Künstler wie der Cellist Bernhard Greenhouse und Vladimir Mendelssohn mit seiner Viola bewiesen einem begeisterten Publikum, wie lebendig Schumann und Chopin heute noch sind.
Neben solchen namhaften Künstlern traten erstmalig junge Musiker auf, die ihre in Meisterklassen erworbenen Kenntnisse im Rahmen eines Konzerts vorstellen konnten.
2005: Grenzenlos Musik
Die offizielle Eröffnung des Festivals fand im Jahr 2005 erstmalig im neu errichteten Konzertsaal der Philharmonie Zielona Góra statt. In enger Zusammenarbeit der Veranstalter aus Polen und Deutschland entstand ein hochrangiges, über Landesgrenzen hinaus gehendes Konzertereignis.
Im gemeinsamen Kulturerbe vereint, wurden neue Kontakte geknüpft und bestehende Freundschaften gepflegt. Ein gemeinsames deutsch-polnisches Orchester spielte unter der Leitung von Czesław Grabowski, langjähriger Festtageveranstalter und Chefdirigent der Philharmonie »Tadeusz Baird« Zielona Góra.




